Milch aufschäumen – die fünf Methoden kurz zusammengefasst

1. Stab-Milchaufschäumer

Diese Geräte ähneln in Aussehen und Handhabung einem verkleinerten Pürierstab. Anstelle der Schneidemesser ist ein kleiner, elektrisch betriebener Quirl oder Federring (Inoxfeder) angebracht. Die Stromversorgung erfolgt in der Regel über die im Handgriff des Geräts eingesetzten Batterien. Um Milchschaum zu erzeugen, werden der rotierende Quirl, respektive die Inox-Feder, dicht unter die Oberfläche der kalten oder erwärmten Milch gehalten. Diese Art, Milch aufzuschäumen, eignet sich insbesondere für den kleinen Bedarf zwischendurch. Durch den Batteriebetrieb ist man unabhängig vom Stromnetz. Daher eigenen sich Stab-Milchaufschäumer auch ideal für den Camping-Urlaub.

2. Elektrische Milchaufschäumer

Hier dominieren zwei Geräte-Typen den Markt: Milchaufschäumer in traditioneller Bauweise mit Heizelement und Elektromotor-Antrieb und Geräte mit Induktionstechnik. Das schrumpfende Angebot an Milchschäumern ohne Induktionstechnik lässt schlussfolgern, dass die Mehrheit der Kunden die modernere Induktionstechnik bevorzugt. Die Vor- und Nachteile der beiden Milchaufschäumer-Varianten wurden bereits im Vorfeld ausführlich beschrieben. Welcher Technologie Sie den Vorzug geben, ist Ihre individuelle Entscheidung.

© fgfoto50 / fotolia - Latte Art
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3. Manuelle Milchaufschäumer

Hier sind in erster Linie die Geräte der Hersteller Bodum und WMF marktführend. Diese zeichnen sich durch hochwertige Verarbeitung und hervorragende Milchschaum-Qualität aus. Die Funktionsweise wurde bereits ausführlich beschrieben. Milchaufschäumer dieser Bauart werden immer ihre Liebhaber finden. Wenn Sie weniger Wert auf Geschwindigkeit als auf Tradition und Handwerk legen, sollte ein manueller Milchaufschäumer nicht in Ihrer Küche fehlen. Für den Fall, dass es doch gelegentlich schnell gehen muss, können Sie sich von den hier verglichenen elektrisch betriebenen Milchaufschäumern inspirieren lassen.

4. Milch aufschäumen mit dem Kaffee-Vollautomaten

Die meisten der im Handel erhältlichen Kaffee-Vollautomaten besitzen einen sogenannten Cappuccinatore zur Zubereitung von Milchschaum. Hierbei handelt es sich um einen Aufsatz für die Dampfdüse des Geräts. Für die Herstellung des Milchschaums wird kein separates Gefäß benötigt. Der von der Dampfdüse erzeugte Unterdruck wird genutzt, um Milch durch einen Schlauch in den Cappuccinatore zu saugen. Dort wird die Milch erhitzt und aufgeschäumt, bevor sie direkt in die Tasse gegeben wird. Das ist praktisch, und auch die Qualität des Milchschaums überzeugt in der Regel. Ein großer Nachteil ist allerdings die umständliche Reinigung. Auch wenn der Cappuccinatore nur zur Zubereitung einer Portion Milchschaum genutzt wurde, muss er komplett gereinigt werden. Ansonsten würden die Milchrückstände im Gerät schlecht werden. Aus Kundenrezensionen von Kaffee-Vollautomaten ist abzulesen, dass viele Benutzer sich aus diesem Grund einen separaten Milchaufschäumer zulegen.

5. Milch aufschäumen mit dem Stabmixer

Verschiedene Hersteller von Pürierstäben führen im Funktionsumfang ihrer Produkte auch das Aufschäumen von Milch auf. Das ist zwar bedingt möglich, aber für den Dauergebrauch nicht empfehlenswert. Die eigentlich zum Zerkleinern gedachten Schneidemesser des Pürierstabs mischen nur sehr wenig Luft unter die Milch. Daher ist der Zeitaufwand hoch und das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Nur als Notlösung geeignet.

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